Pinterest Analytics verstehen: Diese Zahlen zeigen dir, ob dein Pinterest Marketing wirklich funktioniert

Du pinnst regelmäßig, hast dein Profil optimiert, nutzt Keywords und trotzdem fragst du dich, ob das alles wirklich etwas bringt? Genau hier kommt Pinterest Analytics ins Spiel.
Denn ohne Daten zu arbeiten ist ein bisschen so, wie Auto zu fahren mit verbundenen Augen: Du bewegst dich vorwärts, aber weißt nicht, wohin und merkst erst spät, wenn du falsch abgebogen bist.

Pinterest Analytics ist dein direktes Feedback-System. Es zeigt dir, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe ankommen, was ignoriert wird, und wo du deine Strategie anpassen solltest. In diesem Beitrag erkläre ich dir, welche Kennzahlen wirklich wichtig sind, was sie bedeuten und wie du sie ganz konkret für deine Pinterest-Strategie nutzt.

Wo findest du Pinterest Analytics?

Bevor wir in die Zahlen eintauchen, kurz zu den Voraussetzungen:
Pinterest Analytics steht dir nur mit einem Pinterest Business-Konto zur Verfügung.

Falls du noch keines hast, kannst du dein persönliches Konto kostenlos in ein Business-Konto umwandeln. Das lohnt sich auf jeden Fall, da du damit auch Zugang zu weiteren Funktionen wie Rich Pins und Werbeanzeigen bekommst.

So gelangst du zu deinen Analytics:

Du kannst den Zeitraum flexibel anpassen.
Für eine aussagekräftige Analyse empfehle ich mindestens 30 Tage.

Die wichtigsten Pinterest-Kennzahlen und was sie wirklich aussagen

Nicht jede Zahl in deinen Pinterest Analytics ist gleich wichtig.
Es gibt Kennzahlen, die auf den ersten Blick beeindruckend wirken, aber wenig über deinen tatsächlichen Erfolg aussagen  und es gibt Zahlen, die du unbedingt im Blick haben solltest. Hier ist der Überblick:

1. Impressionen

Impressionen zeigen, wie oft deine Pins in den Feeds oder Suchergebnissen von Pinterest-Nutzern angezeigt wurden. Eine hohe Impressionszahl bedeutet: Pinterest spielt deine Inhalte aktiv aus. Das ist ein gutes Zeichen für deine SEO-Optimierung.

Aber Impressionen allein sagen nichts darüber aus, ob jemand wirklich auf deinen Pin reagiert hat. Jemand kann deinen Pin gesehen und sofort weitergescrollt haben.
Das zählt trotzdem als Impression.

Sinnvoll wird diese Zahl erst im Verhältnis zu anderen Kennzahlen wie Interaktionen oder Klickrate. Wenn du viele Impressionen, aber kaum Interaktionen hast, ist das ein Signal: Das Bild oder der Titel des Pins zieht nicht genug Aufmerksamkeit auf sich.

2. Interaktionen

Interaktionen fassen alle aktiven Reaktionen auf deine Pins zusammen: Klicks auf deine Pins, Speicherungen, ausgehende Klicks auf deine Website. Diese Kennzahl zeigt dir auf einen Blick, ob dein Content wirklich Resonanz erzeugt oder ob er zwar gesehen, aber nicht beachtet wird.

Eine hohe Interaktionsrate im Verhältnis zu den Impressionen ist ein starkes Signal an den Pinterest-Algorithmus: Dieser Content ist relevant und interessant. Das belohnt Pinterest in der Regel mit noch mehr Reichweite. Schau dir am besten einmal an, welche deiner Pins besonders viele Interaktionen erhalten.

3. Merken

Merken bedeutet, dass jemand deinen Pin auf einer seiner eigenen Pinnwände gespeichert hat. Das ist eines der stärksten Qualitätssignale auf Pinterest. Es zeigt, dass der Inhalt als wertvoll, inspirierend oder nützlich wahrgenommen wurde.

Gemerkte Pins sind außerdem besonders wertvoll für deine organische Reichweite: Sie werden in die Feeds der Follower dieser Person ausgespielt, ganz ohne, dass du selbst etwas tun musst. Viele Speicherungen signalisieren dem Pinterest-Algorithmus zudem eine hohe Qualität des Inhalts und belohnen dich mit einer noch besseren Ausspielung deiner Pins.

4. Ausgehende Klicks

Wenn du Pinterest nutzt, um Traffic auf deine Website zu lenken, dann sind die ausgehenden Klicks die Kennzahl, die du am aufmerksamsten im Blick behalten solltest.

Ein ausgehender Klick zählt, wenn jemand auf deinen Pin klickt und dadurch auf deine verlinkte Website weitergeleitet wird. Das ist der entscheidende Moment, in dem Pinterest-Reichweite zu echtem Website-Traffic wird und damit zu potenziellen Kunden, Newsletter-Abonnen oder Käufern.

Schau dir bei deinen Pins immer an:
Welche haben die meisten ausgehenden Klicks generiert?
Welches Thema, welches Format, welcher Titel hat am besten funktioniert?
Diese Pins sind deine Vorbilder für zukünftige Inhalte.

5. Klickrate

Die Klickrate setzt deine ausgehenden Klicks ins Verhältnis zu deinen Impressionen.
Also: Wie viel Prozent der Menschen, die deinen Pin gesehen haben, haben auch geklickt?

Eine typische Klickrate auf Pinterest liegt zwischen 0,1 % und 1 %. Das klingt gering, ist es aber im Verhältnis zur Reichweite nicht und selbst kleine Verbesserungen hier können großen Einfluss auf deinen Website-Traffic haben.

Wenn deine Klickrate niedrig ist, lohnt es sich, folgende Stellschrauben zu überprüfen:
Ist der CTA im Pin-Titel klar? Ist das Bild ansprechend und weckt Neugier?
Passt die Beschreibung zum Inhalt, der auf der Zielseite wartet?

6. Gesamte Zielgruppe und interagierende Zielgruppe

Diese beiden Kennzahlen geben dir ein klares Bild davon, wie groß deine Reichweite tatsächlich ist und wie viele Menschen davon wirklich aktiv mit deinen Inhalten in Berührung kommen:

  • Gesamte Zielgruppe: Die Anzahl aller Personen, die deine Pins in einem bestimmten Zeitraum gesehen haben, unabhängig davon, ob sie reagiert haben oder nicht. Diese Zahl zeigt dein Reichweitenpotenzial.
  • Interagierende Zielgruppe: Die Anzahl der Personen, die aktiv mit deinen Inhalten interagiert haben, also beispielsweise geklickt oder einen Pin gemerkt haben. Diese Zahl ist aussagekräftiger als die Gesamtzielgruppe, weil sie zeigt, wie viele Menschen wirklich angesprochen wurden.

Das Verhältnis dieser beiden Werte ist entscheidend:
Wenn du eine große Gesamtzielgruppe, aber eine kleine interagierende Zielgruppe hast, ist das ein Hinweis, dass dein Content zwar ausgespielt wird, aber noch nicht den richtigen Nerv trifft.

Noch wertvoller wird dieser Blick, wenn du ihn mit den Audience Insights kombinierst:
Unter diesem Bereich in deinen Analytics siehst du demografische Daten und Interessen beider Zielgruppen, also wer deine Inhalte sieht und wer wirklich reagiert.

Du erfährst zum Beispiel:

Vergleiche dabei bewusst die gesamte Zielgruppe mit der interagierenden:
Vielleicht erreichst du eine breite Gruppe, aber eine ganz bestimmte Untergruppe reagiert besonders aktiv. Das sind die Menschen, die du mit deinem Content wirklich ansprichst und für die du mehr produzieren solltest.

Was du aus deinen Analytics konkret ablesen kannst

Pinterest Analytics ist kein reines Reporting-Tool. Es ist dein Kompass.
Hier sind die wichtigsten Fragen, die du dir anhand deiner Daten beantworten kannst:

Welche Inhalte kommen am besten an?

Schau dir regelmäßig deine Top-Pins nach Interaktionen, Speicherungen und ausgehenden Klicks an. Welche Themen tauchen immer wieder auf? Gibt es ein Format das deutlich besser performt als andere? Das sind deine Content-Säulen.

Achte dabei auch auf den Unterschied zwischen Pins mit vielen Speicherungen und Pins mit vielen ausgehenden Klicks: Pins, die oft gemerkt werden, liefern Inspiration und Reichweite. Pins mit vielen ausgehenden Klicks bringen direkten Website-Traffic. Beide sind wertvoll, aber für unterschiedliche Ziele. Wer Kunden gewinnen möchte, braucht vor allem die zweite Kategorie.

Welche Pinnwände performen am stärksten?

Bei Pinterest Analytics kannst du auch die Performance einzelner Pinnwände auswerten. Schau dir an, welche Pinnwände die meisten Impressionen, Interaktionen und ausgehenden Klicks erzielen. Das sind deine stärksten Themen. Hier sprichst du deine Zielgruppe am gezieltesten an.

Pinnwände, die kaum Reichweite erzeugen, können ein Hinweis sein, dass das Thema nicht gut zur Zielgruppe passt oder dass die Pinnwand-Beschreibung noch nicht ausreichend mit Keywords optimiert ist. Überarbeite sie gezielt: Titel, Beschreibung und die gepinnten Inhalte sollten ein stimmiges, thematisch fokussiertes Gesamtbild ergeben.

Wofür interessiert sich deine Zielgruppe?

Die Audience Insights zeigen dir nicht nur, wer deine Zielgruppe ist, sondern auch, wofür sie sich interessiert. Und das weit über dein eigenes Thema hinaus. Das sind wertvolle Schnittpunkte, die du gezielt für neue Content-Ideen nutzen kannst.

Vergleiche dabei die Interessen der gesamten Zielgruppe mit denen der interagierenden Zielgruppe: Oft zeigen sich hier spannende Unterschiede. Deine aktivste Gruppe hat möglicherweise noch spezifischere Interessen und genau dieser Fokus hilft dir, Content zu erstellen, der nicht nur gesehen wird, sondern wirklich ankommt.

Wie du deine Strategie anhand der Daten anpasst

Daten allein bringen nichts, entscheidend ist, was du daraus machst.
Hier sind konkrete Handlungsempfehlungen für die häufigsten Szenarien:

  • Viele Impressionen, wenig Klicks: Dein Pin wird gesehen, aber nicht angeklickt. Überprüfe Bild und Titel. Ist der Mehrwert sofort erkennbar? Gibt es einen klaren CTA?
  • Viele Speicherungen, wenig ausgehende Klicks: Der Content ist wertvoll genug zum Speichern, aber leitet nicht auf deine Website weiter. Füge in Beschreibung und Bild einen stärkeren CTA ein und überprüfe, ob die Landingpage das hält, was der Pin verspricht.
  • Ein bestimmtes Thema performt überdurchschnittlich: Perfekt! Erstelle mehr Content in diesem Themenbereich, teste verschiedene Formate und verlinke auf ergänzende Blogartikel.
  • Die Reichweite stagniert: Prüfe deine Keyword-Strategie, erhöhe die Posting-Frequenz, teste neue Formate und analysiere, ob deine Pinnwände gut strukturiert und optimiert sind.

Wie oft solltest du deine Pinterest Analytics checken?

Eines vorweg: Du musst nicht täglich in deine Analytics schauen. Das würde eher zu Frustration als zu Erkenntnissen führen, da Pinterest-Daten sich langsam entwickeln. Hier ist ein sinnvoller Rhythmus:

Wöchentlich

Schau dir kurz an, welche Pins in der vergangenen Woche besonders gut oder schlecht performt haben. Gibt es auffällige Ausreißer nach oben? Notiere, was diesen Pin möglicherweise besonders gemacht hat.

Monatlich

Die monatliche Analyse ist deine wichtigste. Hier schaust du auf den Gesamttrend: Wächst deine Reichweite? Steigen die Linkklicks? Welche Themen, Pinnwände und Formate haben im vergangenen Monat am besten funktioniert? Leite daraus konkrete Maßnahmen für den nächsten Monat ab.

Quartalsweise

Alle drei Monate lohnt ein tieferer Blick: Stimmt deine Zielgruppe noch mit deiner Audience überein? Haben sich Themen verschoben? Ist es Zeit, neue Pinnwände zu erstellen oder bestehende zu überarbeiten? Hier geht es um die strategische Weiterentwicklung deines gesamten Pinterest-Auftritts.

Daten sind kein Selbstzweck, sie dienen deiner Strategie

Pinterest Analytics sind nicht einfach nur Daten, sondern dein direkter Draht zur Zielgruppe.
Es zeigt dir, was wirklich funktioniert und gibt dir die Grundlage, um smarter zu pinnen statt einfach nur mehr.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Impressionen allein sagen wenig aus. Richte deinen Fokus stattdessen auf die Interaktion: Speicherungen und ausgehenden Klicks zeigen inhaltliche Qualität.
  • Die interagierende Zielgruppe zeigt dir, wen du wirklich erreichst. Nicht nur, wer vorbeiscrollt.
  • Audience Insights verraten dir, wer deine Zielgruppe ist und wofür sie sich interessiert. Nutze das für deine Content-Planung.
  • Leite aus deinen Daten konkrete Maßnahmen ab und dokumentiere sie.
  • Wöchentlicher Kurzcheck + monatliche Tiefenanalyse sind der ideale Rhythmus.

Du möchtest Pinterest nicht dem Zufall überlassen?

Als Pinterest Managerin analysiere ich die Analytics meiner Kunden regelmäßig, erkenne Muster frühzeitig und passe die Strategie datenbasiert an, damit Pinterest für dein Business langfristig als Traffic- und Kundengewinnungskanal funktioniert. Wenn du dir das für dein eigenes Business wünschst, schau dir gerne mein Pinterest Management-Angebot an.

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